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a) Lutzenbergers Garten

Porto Alegre. Kultur-, Ökologie- und Bildungsprojekt. Laufzeit seit 2002, bisher investiert 1000 $. Kooperationspartner: Fundation Gaia (Stiftung Lutzenbergers), Casa di Cultura Mario Quintana. Privatsponsoren Brasiliens.
Der Ökopionier Südamerikas, ehemalige Umweltminister Brasiliens und Alternativnobelpreisträger Jose Lutzenberger ist 2002 gestorben. Statt eines konventionellen Denkmals erinnert ein lebender Garten an sein Wirken. Der Garten wächst über den Dächern Porto Alegres in einem der größten und bedeutendsten Kulturzentren Südbrasiliens. Er ist nicht nur Erholungsraum sondern auch Produktionsstätte (Gewürze, medizinische Kräuter, Tees etc.), Schule, Diskussionsforum sowie Raum der Inspiration und er wird bereits als Ort künstlerischer Aufführungen genutzt.
Der Garten soll weiter wachsen und sich in seiner Wirkung entfalten. Er steht auch für die Renaturierungsbewegung des städtischen Raums und ist Botschafter der ökologischen und aufklärerischen Arbeit der Stiftung Gaia. Diese Stiftung hat im Bundesstaat Rio Grande do Sul einen Steinbruch renaturiert und leistet internationale Vernetzungsarbeit ( über 3000 Organisationen / Initiativen / Aktive).Es besteht der Wunsch einer verstärkten Kooperation mit Sunnseitn.
b) Mit den Augen der Kinder
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Rio Grande do Sul. Kultur- und Bildungsprojekt. Laufzeit seit 2001, bisher investiert: 2000 $. Kooperationspartner: LehrerInnen der Schule im Landlosenlager "Acapamento St. Vittorio Aroja des Ratos", Rio Grande Do Sul. Bildungsverantwortliche aller Schulen der MST im Bundesstaat.
Um dem Elend in den Favelas der explodierenden Großstädte zu entgehen, verweigert ein kleiner aber stetig wachsender Prozentsatz der brasilianischen Bevölkerung die Landflucht. Die Landlosen haben sich seit mehreren Jahrzehnten in der Bewegung MST (movimento sem terra / Bewegung ohne Erde) organisiert. Diese Menschen sind eine wesentliche Zukunftsperspektive Brasiliens. Sie bebauen verödetes Land, das bereits jahrzehntelang brachliegt und bieten auch Bewohnern städtischer Elendsviertel die Möglichkeit einer Rückkehr auf das Land. In Siedlungsverbänden von etwa 30 Familien wird biologisch nachhaltig gewirtschaftet und zur Linderung des Hungers beigetragen. Brasilien braucht neben der Landreform vor allem auch eine Bildungsreform. Diese hat die Landlosenbewegung MST bereits vollzogen. In Landerwartungslagern (accapamentos) und Siedlungen (assetamentos) wird das unterrichtet, was die Menschen zum Überleben brauchen. Im Rahmen des Projekts „Durch die Augen der Kinder“ fotografieren über 1500 Kinder in allen Lagerschulen und einigen Siedlungsschulen Rio Grande do Suls ihre Lebensverhältnisse. Diese Fotos werden in Ausstellungen zusammengefasst, die offensiv in Favelas und konventionellen Schulen gezeigt werden. Wir konnten bisher 25 Fotoapparate für dieses Projekt beisteuern. Mit dem bisher gespendeten Geld wurden zusätzlich zum Fotoprojekt 5 Spielplätze und über 20 Schulklassen gebaut sowie Unterrichtsmaterial und Musikinstrumente für alle Landlosenschulen angeschafft. Das Fotoprojekt wird auch von privaten brasilianischen Sponsoren und Firmen minimal gefördert.
Seit mehreren Jahren bestehendes Landlosenlager neben einer
Hauptstraße ca. 80 km außerhalb Porto Allegre.
Lager mit ca. 2.600 Menschen. Wir unterstützen den Ausbau der
Schule z.B. Erweiterung von 4 auf 10 Schulklassen, Ausbau des
Kindergartens und des Spielplatzes.
Das Kreativitätsprojekt: Kinder
machen Bilder aus/über ihr Leben in den Camps, die Fotoausstellung
wird in normalen Schulen in der Regionen gezeigt. Mit unserer
Spende wurden 25 Fotoapparate gekauft, damit jeder Schulklasse in
den 5 Acapamentos der Region je eine Kamera zur Verfügung steht.
Die Schule in diesem Acapamento faßt ca. 300 Kinder, der Kindergarten
ist für ca. 100 Kinder angelegt.
Geplant ist eine Erweiterung auf die Schulen der Asessamentos und
Und auch in Favelas um die Diskrepanzen in den Schul- und Lbensbe-dingungen der Kinder darzustellen.
c) „Creche Escola Maria de Lourdes“, Rio de Janeiro, Stadt.
Die Favela Rocinha ist die größte Favela in Lateinamerika mitten in Rio
mit derzeit geschätzten 370.000 Menschen, davon ca. 200.000 Kinder, Tendenz stark steigend. In der Rocinha gibt es nur 4 staatliche Schulen mit einem Platz für insgesamt 5000 Kinder. Noch schlechter ist die offizielle Situation bei Kinderkrippen. In Rio de Janeiro existiert ein hoher Frauenüberschuß, da aus ganz Brasilien Frauen anreisen um ihr Glück in dieser Stadt zu versuchen. Fakt ist, daß sehr viele Frauen von ihren Männern im Stich gelassen werden, sobald sie Kinder bekommen. Dadurch gibt es eine große Anzahl alleinerziehender Mütter. Diese müssen arbeiten um zu überleben, und es bedarf vieler privater Initiativen um die Kinder nicht der brutalen Schule der Straße ausliefern zu müssen.
Pionierarbeit auf diesem Gebiet leisten unentgeltlich Mütter und Lehrerinnen in der Initiative „Creche Escola Maria de Lourdes“ von Luiz Carlos Oliviera. Luiz ist Lehrer in mehreren Schulen in Rio de Janeiro und kennt die Motivationsdefizite des brasilianischen Bildungssystems. Er hat eine Vorschule für die 4 - 6-jähirgen Kinder gegründet, die neue Wege geht:
Die Vorschule leistet zusätzlich zur überlebensnotwendigen Mindestversorgung der Kinder auch interdisziplinäre Kreativitäts-, Bildungs- und Motivationsarbeit. Dies ist eine soziale Kulturleistung mit vielversprechendem feedback. Die Kinder behaupten sich im weiteren Bildungsweg überdurchschnittlich gut und es werden auch von öffentlichen Schulen Problemkinder, die sonst leichte Beute der Favelamafia würden, in diese Vorschule geschickt. Zurzeit ist die Kapazität auf ca. 30 Kinder beschränkt, mit unserer Hilfe kann das Projekt auf die Zahl von 80 - 100 Kindern erweitert werden.
d) „Neues Land“ Ökologie- Wirtschafts- und Kultur/Kunstprojekt
Rio de Janeiro Land/Minas Gerais. Regionalentwicklung des Gebietes "Bacia do Rio Preto". Laufzeit des Projektes seit 3 Jahren, Kooperation seit 2002. Bisher noch keine nennenswerten Sunnseitn Investitionen.
Kooperationspartner: Prof. Dr. Raimundo Damasceno, Koordinator der Organisation Biosfera/Rio de Janeiro Stadt.
Einst hatte dieses Gebiet das Weltmonopol für den Kaffeeanbau, dies bedeutete ungeheure Profite, die in die beinahe vollständige Rodung des atlantischen Regenwaldgebietes investiert wurden. Zur „Blütezeit“ dieser Industrie arbeiteten über 20000 Sklaven in diesem hochgelegenen Flußtal. Heute ist das Gebiet von der Landflucht bedroht. Dr. Damasceno sieht in dieser Struktur Kleinstädte und Dörfer mit großen landwirtschaftlichen Produktionsflächen die Zukunft Brasiliens. Die Visionen betreffen
• Schutz der Restbestände des ursprünglichen Regenwaldes und Wiederaufforstung unter Einbeziehung gefährdeter Planzenarten.
• eine vollständige Biologisierung der Landwirtschaft- dies ist besonders bedeutsam, da über 80 % der Trinkwasserversorgung der 8,5 Mio.Stadt Rio aus dieser Region kommen.
• Ansiedlung von alternativer Kleinindustrie und alternativer Energiegewinnung.
• Ansiedlung von Indios (Nachfahren der Ureinwohner dieses Gebietes, es existieren mehrere Indianische Kultstätten um den Rio Preto) der und Bantus (Nachfahren der importierten Sklaven) in ihrer ethnologisch ursprünglichsten Form (Wissen um Naturheilkunde, biologische Bauen, Kunsthandwerk, Musik, Tanz etc.).
• Aufbau eines sanften Ökotourismus.
Entwicklung. Das Gebiet ist zugleich die wichtigste Trinkwasserversorgung
Zukunftsprojekt: Wir sind Organisationshelfer, Ideenbringer, Koordinatoren
für die Neuorientierung. In dieser Region sollen wieder Nachkommen der
Indios, Afrikaner und der europ. Einwohner ein wirtschaftliches Einkommen
finden können, Ausbau der Landwirtschaft, Attraktionen für das neue
Leben auf dem Land - lebenswertes Leben auf dem Land,
Gegenkräfte zu der gallopierenden Landflucht.
„Vila Olimpica 2“, Rio de Janeiro - Stadtteilprojekt.Kunst-, Kultur-,Bildungs-, Sozial- und medizinisches Projekt.
Datenerhebungen seit 1 Jahr. Kooperationspartner: Biosfera, Rio de Janeiro.
„Vila Olimpica“ wurde als das erfolgreichste Projekt Lateinamerikas vor 3 Jahren durch Bill Clinton ausgezeichnet. Das Fantastische ist, daß im Zentrum dieses Projektes eine der ursprünglichsten Sambaschulen Brasiliens - die Sambaschule Mangueira steht. Diese kulturelle Gemeinschaft ist Initiatorin und Wegbegleiterin der Vila Olimpica. Von medizinischer Betreuung über Sport bis zu Tanz und Musik, von kreativer Altenbetreuung bis zum Internetcafe, von der öffentlichen Bibliothek bis zu Schul- und Facharbeiterausbildung reicht dieses sozialrevolutionäre Vorzeigeprojekt, und dies alles kostenfrei. Über 300 Organisationen weltweit haben bei diesem jahrelangen kontinuierlichen Aufbau mitgewirkt. War früher die Mangueira der Stadtteil mit einer der höchsten Kriminalitätsraten der Weltstadt, so rangiert sie heute in dieser Skala ganz unten.
Dieses erfolgreiche Vorzeigeprojekt soll nun in dem Stadtteil mit der höchsten Kinder- und Jugendkriminalität Rios ein Partnerprojekt bekommen. Die Erhebungsarbeiten der notwendigen Daten laufen bereits seit 2002. Das Projekt soll natürlich entsprechend den Bedürfnissen der Betroffenen und neuen Verhältnissen modifiziert werden. Es sind auch AufbauarbeiterInnen des Mangueiraprojekts mit ihrer langjährigen Erfahrung Motoren dieser neuen Sozialinitiative. Jede Hilfe ist willkommen.
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